Zeit single frau

Contents:
  1. Affären: Warum lieben wir ständig aneinander vorbei? | ZEITmagazin
  2. Liebe Männer
  3. Liebe Frauen

Es ging immer um das, was es in dem Moment eben war. Dachte ich. Das Problem am Multioptionen-Mann ist aber natürlich genau das: Irgendwann fragte ich mich dann doch, ob Sex nicht genau das war, was uns noch fehlte. Und so gab es diese eine Nacht, in der ich ernsthaft überlegt habe, ihn doch mit nach Hause zu nehmen. In der ich mir gewünscht hätte, mit ihm zu schlafen, ihn bei mir zu haben. Genau in dieser Nacht aber war ich für Marcus offensichtlich nicht die Frau dafür. Jetzt war er es, der sich ins Taxi setzte.

In diesem Moment hatten wir uns für unterschiedliche Optionen entschieden. Multioptionen funktionieren leider nur, wenn beide dieselbe Option gewählt haben. Es ist noch nicht lange her, da haben wir uns wiedergesehen. Er fragte mich sehr schnell nach einem Treffen in einer bestimmten Woche. Ich sei dann nicht in der Stadt, sagte ich. Seine Frau war es offensichtlich auch nicht.

Nun war er gedanklich dort, wo ich bei unserem letzten Treffen war. Er wollte Sex, ich wollte ihn lieber wieder nur küssen. An diesem Abend machten wir nicht einmal mehr das.

Als Marcus gegangen war, dachte ich noch lange nach. Das Problem ist, wenn er auf eine Multioptionen-Frau trifft. Unverbindliche Kontakte, taktisch ausgerichtete Überlegungen, Deutungsesoterik auf hohem Niveau. Aber doch nicht um den Richtigen für eine Nacht. Wer verbindliches will, muss selbst verbindlich sein, wer nicht, sollte sich auch nicht beklagen. Wenn es schon zuviel verlangt ist, sich in Champagnerlaune zu Casual-irgendwas hinreissen zu lassen….

Was genau kann man den von jemandem wollen, der gezielt Mittäter für den Ehebruch sucht?

Klingt fast so, als sei die Autorin für "Marcus" gar keine Option. Zumindest keine ernsthafte. Anscheinend flirtet und datet er einfach gern mal abseits seiner Ehe.

Affären: Warum lieben wir ständig aneinander vorbei? | ZEITmagazin

Jetzt teilen auf: Sortierung Neueste zuerst Leserempfehlung Nur Leserempfehlungen. Leserempfehlung Weil man bei sowas in erster Linie das eigene Ego liebt, deswegen kann es nur so kommen. Nach "Timing" zu wünschen ergibt dann nur Sinn, indem man es im Grunde traditionell angeht. Es existiert im Fall des Artikels gar nicht.

Liebe Männer

Deine Oma. War ja viel Zeit in zwei Monaten, in denen wir nie über uns geredet haben. Und Familie — warum nicht So eine Ansage hätte ich jetzt aber nicht erwartet. Ich dachte, du willst Party machen? Dich austoben? Neulich hattest du doch erst ein Bewerbungsgespräch in Madrid. Ich könnte ja ein paar Wochen bei dir einziehen zur Probe.

Ja, klar.

Liebe Frauen

Nach meinem Urlaub dann. Ich habe ja zwei Schlüssel. Das geht aber schnell.

Warum bist Du noch Single? Teil 2

Aber vielleicht sollte ich es einfach probieren. Vielleicht kommt die Liebe mit der Zeit. Und auch Familie.

Wird das noch was mit Kindern oder wenigstens einem? Also kann ich so ein Angebot eigentlich nicht ausschlagen Steffen, Anfang 30, und ich, Ende 30, sind seit zwei Monaten zusammen, wenn man das so nennen kann. So richtig verliebt bin ich nicht — es hat sich eher irgendwie ergeben.

Man hat sich getroffen, dann eben noch mal und noch mal. Es ist Sonntag, und wir sehen wahrscheinlich so aus wie all diese Paare, die man am Ufer entlangspazieren sieht und von denen man denkt: Die haben sich gefunden, bestimmt haben sie am Samstag zusammen den Wocheneinkauf gemacht und malen sich gerade ihre gemeinsame Zukunft aus. Steffen und ich jedenfalls kommen gerade von einer Performance, Is there love in Berlin? Es ging um gescheiterte offene und gescheiterte nicht offene Beziehungen. Um Leute, die nicht wissen, was sie wollen.

Wir wollen anders sein, versteht sich. Den Gegenbeweis antreten, dass es das sehr wohl gibt: Wenn ich nach dem gehe, was ich so höre, wird Liebe immer mehr ökonomisiert. Früher arrangierten die Eltern Ehen, heute macht das der Markt. Nicht mehr die Familie bestimmt, wer es sein soll, sondern das Rating diverser Freunde, Bekannter, Kollegen — überall soll der Partner vorzeigbar sein.

Früher ging es um den Charakter, heute um Leistung. Früher träumte man von dem "Richtigen", heute vom "Optimalen". Klingt unromantisch, und das ist es auch. Dabei ist es ja so einfach, sie kaputt zu machen!


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Ein bisschen neoliberales Optimierungsdenken, und der Zauber ist weg. Single-Frauen, die schon Kinder haben, haben immerhin den Vorteil, dass die biologische Uhr nicht mehr tickt, oder wenigstens nicht so laut. Bei einer anderen zerstört der Streit um die Zeit mit dem Kind jede Freiheit, und bei der dritten ist gar kein Vater da, der sich kümmert. Kindergeschrei statt romantischer Flirterei. Als ich mich auf die Idee einlasse, dass wir ein Paar sind, ganz verbindlich, und ihm die Schlüssel in die Hand drücke, lässt er sich doch Zeit mit dem Einzug, er wird immer kühler, distanzierter.

Aber da fehlt die Wärme, das Gefühl von Nähe. Ich sage erst mal nichts, aber ich frage mich schon: Stelle ich mich an? Ist er chronisch gefühlskalt? Hat er eine andere? Vielleicht spürt er, dass ich nichts Halbes will.

Und das ist ihm dann doch zu viel. Zwei Wochen später sitzen wir auf dem Sofa. Wir müssen reden. Ich fühle mich überfordert. Mir geht das alles zu schnell. Er will eigentlich gar keine Nähe. Keine Familie. Zumindest nicht mit mir. Steffen passt perfekt in die Geschichten aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

Sie sind nicht repräsentativ, mehr Privatempirie aus einer Berliner Mittelschichtsblase. Das Drehbuch ist oft ähnlich: Von auf null. Dann das schwarze Loch, und er ist weg.


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Weil er doch eine Frau hat, weil er nur was für einen Abend wollte, oder die Gründe sind unbekannt, weil er einen einfach " ghostet " also kommentarlos von der Bildfläche verschwindet. Dieses schnelle Wegtauchen findet die Psychologin Benigna Gerisch, die an der Berliner International Psychoanalytic University unter anderem zu "Liebe in Zeiten der Beschleunigung" forscht, nur logisch.

Warum sollte eine Beziehung in einer Zeit, in der alles von der Wohnung bis zum Arbeitsvertrag auf Flexibilität und Mobilität ausgerichtet ist, von Dauer sein?